Aus dem Inhalt:
I. Rückkehr zur Metaphysik?
1. Der Horizont der Moderne verschiebt sich
2. Metaphysik nach Kant
3. Motive nachmetaphysischen Denkens
II. Pragmatische Wende4. Handlungen, Sprechakte, sprachlich vermittelte Interaktionen und Lebenswelt
5. Zur Kritik der Bedeutungstheorie
6. Bemerkungen zu J. Searles 'Meaning, Communication, and Representation'
III. Zwischen Metaphysik und Vernunftkritik
7. Die Einheit der Vernunft in der Vielfalt ihrer Stimmen
8. Individuierung durch Vergesellschaftung. Zu G. H. Meads Theorie der Subjektivität
9. Philosophie und Wissenschaft als Literatur?
Der 1929 in Düsseldorf geborene deutsche Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas studierte Philosophie, Geschichte und Psychologie in Göttingen, Zürich und Bonn, wo er 1954 promovierte. Von 1956 bis 1959 war er Assistent am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main und nahm dort wesentliche Impulse der Frankfurter Schule auf. Aus ihrer Tradition hat er die seine weiteren Arbeiten strukturierende Fragestellung entwickelt, wie eine kritische Theorie der Gesellschaft beschaffen zu sein habe, die eine dem erreichten Stand sozialwissenschaftlicher Erkenntnis wie historischer Erfahrung angemessene Theorie der Demokratie darstelle. 1961 habilitierte er in Marburg und wurde auf ein Extraordinariat für Sozialphilosophie nach Heidelberg berufen. 1964 erhielt er eine Professur für Philosophie und Soziologie in Frankfurt am Main. 1971 wurde er, gemeinsam mit Carl-Friedrich von Weizsäcker, Direktor des neu gegründeten "Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt" in Starnberg. 1982 folgte Habermas dem Ruf nach Frankfurt am Main auf eine Professur für Soziologie und Philosophie. Jürgen Habermas erhielt zahlreiche Ehrendoktorwürden und Preise, darunter den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2001), den Kyoto-P