Editorial Fischer
Fecha de edición mayo 1999
Idioma alemán
EAN 9783596104949
128 páginas
Libro
encuadernado en tapa blanda
Als Stefan Zweigs Angst 1928 zum erstenmal verfilmt wurde, hielt ein französischer Kritiker die Vorlage für eine Novelle von Arthur Schnitzler. Das psychologische Raffinement von Zweigs bereits 1912 geschriebener Erzählung erinnert tatsächlich an Schnitzlers erst acht Jahre später entstandene Fräulein Else. Stefan Zweig spannt die bewu te Auslosung und Intensivierung der Angst bis zur Krise um eines Eingeständnisses willen in eine Erzählbericht, Dialog und inneren Monolog verbindende Form. Die gedankenlose Müdigkeit ihrer Ehe lä t Irene Wagner trotz ihrer beiden Kinder ein Verhältnis mit einem jungen Musiker eingehen. Sie empfindet vor jedem Rendezvous, indem sie sich "über den Rand ihrer täglichen Gefühle" beugt, "diese erste Angst, in der doch auch Ungeduld" brennt; als aber eine Frau "mit massigem Körper", die ihre heimlichen Wege beobachtet hat, sie zu erpressen beginnt, verliert diese Angst den Reiz des angenehm Vibrierenden. Sie fühlt sich mehr und mehr bedrängt. Ihr Mann versucht ihr zu helfen und gibt ihr ein Beispiel: er veranla t in ihrer Gegenwart ihre Tochter zum Geständnis eines kleinen Vergehens, um Nachsicht üben zu können. Irene Wagner entzieht sich diesem Weg; statt sich zu erklären, versucht sie sich Gift zu verschaffen ihr Mann wei sie zu hindern und klärt die Situation auf: die "Erpressung als Zwang des Gestehens" war seine Idee, um sie wiederzugewinnen.
Stefan Zweig (1881-1942) wuchs als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Wien auf. Er schrieb Gedichte, Novellen, Dramen und Essays, die 1933 der Bücherverbrennung der Nazis zum Opfer fielen. Seit 1938 auf der Flucht, lebte der engagierte Pazifist und Humanist zuletzt in Brasilien, wo er zusammen mit seiner Ehefrau Selbstmord beging.
Stefan Zweig (Viena, 1881 - Petrópolis, 1942) fue sin duda una de las figuras intelectuales más destacadas del Viena brillante del primer tercio del siglo XX.
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